Cabo São Vicente

Europas südwestlichste Ecke: ein heiliger Ort seit Menschengedenken

Das Cabo de São Vicente bei Sagres in Portugal bildet gemeinsam mit der benachbarten Ponta de Sagres die Südwestspitze des europäischen Festlands. Die Küste besteht dort aus einer felsigen ca. 69 m hohen Steilküste mit karger, baumloser Vegetation.

Cabo de São Vicente ist seit dem Neolithikum ein heiliger Ort, wie die Menhire in der Umgebung beweisen. In der Antike war es Saturn geweiht. Die Gegend hieß bei den Griechen Ophiussa (Land der Schlangen), bei den Römern Promontorium  Sacrum. Die Christen übernahmen diese Tradition, indem sie diesen letzten Zipfel des bekannten Festlandes dem Heiligen Vincent weihten. Nach ihm heißt die ganze benachbarte Küste "Costa Vicentina". Der Legende nach wurden die Gebeine des Märtyrers aus dem Heiligen Land von Raben hierher gebracht.

Auf dem Cabo de São Vicente befindet sich ein Leuchtturm, dessen Lichtkegel bis zu 90 km über den Atlantik reicht und der als der lichtstärkste Leuchtturm Europas gilt. Obwohl dort einer der am dichtesten befahrenen Seewege vorbeiführt, halten die Schiffe einen so großen Sicherheitsabstand, dass sie nur am Horizont zu erkennen sind.

Dieser Ort wird per Bus von großen Mengen Touristen aus der umliegenden Algarve frequentiert, wobei es jährlich mehrere tödliche Abstürze von Touristen und einheimischen Fischern an der Felsenküste gibt. Dort befindet sich auch der zwischenzeitlich berühmte Bratwurststand "Letzte Bratwurst vor Amerika" (von Ostern bis Ende Oktober).

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